Allgemeine Geschäftsbedingungen
Zukunftstheater, König & König GbR — Stand: Mai 2026 (v6)1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Zukunftstheater, König & König GbR, Spechthausen 45, 16225 Eberswalde (nachfolgend „Anbieter") und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Erbringung von Leistungen im Bereich künstlerischer, performativer und erfahrungsbasierter Dienstleistungen — einschließlich Organisations- und Führungskräfteentwicklung, Performances, Workshops, Retreats, künstlerischer Forschung sowie partizipativer und transdisziplinärer Formate.
Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
Diese AGB gelten auch für alle zukünftigen Leistungen des Anbieters gegenüber demselben Kunden, ohne dass es einer erneuten ausdrücklichen Einbeziehung bedarf.
2. Leistungsbeschreibung
Der Anbieter erbringt künstlerische und performative Dienstleistungen in den Bereichen Organisations- und Führungskräfteentwicklung, künstlerische Forschung, partizipative und transdisziplinäre Prozesse sowie für private und öffentliche Veranstaltungen. Das Angebot umfasst insbesondere: performative Formate (Keynotes, Performances), Workshops, Schulungen, Tagesformate mit vorgelagerten Tiefeninterviews, Kulturbegleitungsprozesse, Intensivretreats sowie Auftritte bei privaten Veranstaltungen. Die konkreten Leistungen werden im jeweiligen Angebot oder bei Direktanmeldung in der Veranstaltungsbeschreibung festgelegt.
Der Umfang der Leistungen ergibt sich ausschließlich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung im Angebot des Anbieters. Die Leistungen des Anbieters sind auf die Erbringung künstlerischer und prozessbegleitender Tätigkeiten gerichtet; ein bestimmter wirtschaftlicher, organisatorischer oder persönlicher Erfolg beim Kunden oder bei Teilnehmenden wird nicht geschuldet. Dies gilt ausdrücklich auch für Forschungsleistungen: bestimmte Forschungsergebnisse, wissenschaftliche Erkenntnisse oder verwertbare Outputs werden nicht geschuldet.
Diese AGB erfassen drei Vertragstypen: (a) Aufträge von Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen (Regelfall, §§ 3–10); (b) eigene Veranstaltungen des Anbieters mit Direktanmeldung durch Teilnehmende, z. B. Workshops, Schulungen oder Retreats (§ 11); sowie (c) Aufträge von Privatpersonen für private Veranstaltungen (§ 12). Für die Vertragstypen (b) und (c) gelten ergänzend die in den jeweiligen Paragraphen genannten besonderen Bedingungen.
3. Vertragsabschluss
Angebote des Anbieters sind freibleibend und unverbindlich. Der Vertrag kommt ausschließlich durch die ausdrückliche Annahme des Angebots durch den Kunden in Textform zustande. Schweigen gilt nicht als Annahme.
4. Preise und Zahlungsbedingungen
Die Preise werden individuell im jeweiligen Angebot des Anbieters festgelegt. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese anfällt.
Rechnungen werden nach Erbringung der vereinbarten Leistung oder nach einem im Angebot festgelegten Meilenstein gestellt. Bei Aufträgen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken oder mehrere Leistungstermine umfassen, ist der Anbieter berechtigt, Abschlagsrechnungen für bereits erbrachte Leistungsanteile zu stellen. Die Fälligkeit von Abschlagsrechnungen und Meilensteinzahlungen richtet sich nach dem jeweiligen Angebot; sofern dort keine gesonderte Regelung getroffen ist, sind alle Rechnungen innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) sowie eine Pauschale für Mahnkosten gemäß § 288 Abs. 5 BGB geltend zu machen. Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadens bleibt vorbehalten.
5. Stornierung und Rücktritt
Bei Stornierung der Veranstaltung durch den Kunden werden folgende Stornogebühren fällig:
- Bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 20 % des vereinbarten Preises.
- 7 bis 13 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 50 % des vereinbarten Preises.
- Unter 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 100 % des vereinbarten Preises.
Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
Bei Aufträgen mit mehreren Leistungsterminen bezieht sich die Stornoregelung auf den jeweils stornierten Teilauftrag; die Vergütung für nicht stornierte Termine bleibt unberührt.
Der Anbieter ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn die Durchführung der Leistung aus Gründen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat — insbesondere bei Erkrankung des eingesetzten Personals, höherer Gewalt oder behördlichen Anordnungen — unmöglich oder unzumutbar wird. In diesem Fall werden bereits geleistete Zahlungen vollständig erstattet. Schadensersatzansprüche des Kunden wegen des Rücktritts sind ausgeschlossen, sofern der Anbieter die Unmöglichkeit nicht zu vertreten hat.
6. Mitwirkung freier Mitarbeiter*innen
Der Anbieter kann zur Erfüllung der vereinbarten Leistungen selbstständige freie Mitarbeiter*innen als Erfüllungsgehilfen einsetzen. Diese werden eigenverantwortlich tätig; ein Arbeitsverhältnis wird nicht begründet. Die Haftung des Anbieters für Handlungen oder Unterlassungen eingesetzter freier Mitarbeiter*innen richtet sich nach § 7 dieser AGB.
7. Haftung
Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
Gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB gilt ergänzend: Bei leicht fahrlässigen Pflichtverletzungen haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und nur begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Entgangener Gewinn, mittelbare Schäden, Datenverlust und sonstige Vermögensfolgeschäden sind — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen, sofern sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Gegenüber Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB findet dieser Absatz keine Anwendung; es gelten §§ 11 und 12.
Diese Haftungsregelungen gelten entsprechend für die persönliche Haftung der Gesellschafter sowie für eingesetzte freie Mitarbeiter*innen als Erfüllungsgehilfen gemäß § 6.
Soweit der Anbieter als Dienstleister im Rahmen einer Veranstaltung tätig wird, ist der Kunde verantwortlich dafür, dass sämtliche Veranstalterpflichten — insbesondere Verkehrssicherung, Teilnehmermanagement, behördliche Genehmigungen und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften — durch den jeweiligen Veranstalter erfüllt werden, unabhängig davon, ob der Kunde selbst oder ein Dritter als Veranstalter auftritt. Soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, tritt der Anbieter ausschließlich als Dienstleister auf und übernimmt keine Veranstalterpflichten oder Veranstalterhaftung. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus der schuldhaften Verletzung dieser Pflichten durch den Kunden entstehen. Tritt der Anbieter selbst als Veranstalter auf, gelten § 11 dieser AGB sowie die dort genannten besonderen Bedingungen.
8. Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG)
Die Leistungen des Anbieters sind künstlerischer und performativer Natur. Kunden, die solche Leistungen regelmäßig in Anspruch nehmen, können gemäß § 24 KSVG zur Entrichtung von Künstlersozialabgaben verpflichtet sein. Die Prüfung und Erfüllung dieser Pflicht obliegt ausschließlich dem Kunden. Weitere Informationen sind unter www.kuenstlersozialkasse.de abrufbar.
9. Urheberrecht und Materialien
Alle vom Anbieter erstellten Konzepte, Materialien, Methoden und sonstigen Arbeitsergebnisse unterliegen dem Urheberrecht des Anbieters. Der Kunde erhält das nicht-exklusive Recht zur internen Nutzung der im Rahmen des Auftrags übergebenen Materialien. Eine Weitergabe an Dritte oder Veröffentlichung — auch in Auszügen — bedarf der vorherigen Zustimmung des Anbieters in Textform.
Bei Forschungskooperationen können abweichende Regelungen zu Publikationsrechten, Co-Autorschaft und gemeinsam entwickeltem geistigem Eigentum in Textform vereinbart werden. Ohne eine solche ausdrückliche Vereinbarung verbleiben alle Rechte beim Anbieter. Der Kunde ist berechtigt, den Anbieter und dessen Beitrag in wissenschaftlichen Publikationen namentlich zu nennen, sofern dies vorher in Textform abgestimmt wurde. Soweit im Rahmen einer Forschungskooperation personenbezogene Daten von Teilnehmenden erhoben werden, trägt der Kunde die datenschutzrechtliche Verantwortung für die Einholung der erforderlichen Einwilligungen; die Haftungsregelungen des § 7 gelten für Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit dieser Verantwortung entsprechend.
10. Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen — insbesondere Inhalte aus Tiefeninterviews, Prozessbeobachtungen und organisationsinternen Mitteilungen — vertraulich zu behandeln und ohne vorherige Zustimmung der anderen Partei in Textform nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Verpflichtung besteht über das Ende der Zusammenarbeit hinaus fort.
Diese Pflicht gilt nicht für Informationen, die zum Zeitpunkt der Weitergabe bereits öffentlich bekannt waren oder die die empfangende Partei nachweislich ohne Bezug zur Zusammenarbeit erlangt hat.
Bei Forschungskooperationen können die Parteien in Textform vereinbaren, dass bestimmte Prozesse, Methoden oder Ergebnisse für wissenschaftliche Publikationen oder öffentliche Forschungsberichte genutzt werden dürfen. Eine solche Vereinbarung geht dieser Vertraulichkeitsregelung vor, soweit sie deren Gegenstand ausdrücklich erfasst.
Besondere Bedingungen
11. Eigene Veranstaltungen und Direktteilnahme
Dieser Paragraph gilt, wenn der Anbieter selbst als Veranstalter auftritt und Teilnehmende (nachfolgend „Teilnehmende") unmittelbar mit dem Anbieter einen Vertrag über die Teilnahme an einem Format abschließen — etwa bei Workshops, Schulungen, Retreats oder anderen eigenen Formaten des Anbieters.
Anmeldung und Vertragsschluss. Abweichend von § 3 gilt für eigene Veranstaltungen: Die Anmeldung erfolgt in Textform. Der Vertrag kommt mit Eingang der Anmeldebestätigung durch den Anbieter zustande. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht erst ab Bestätigung.
Datenschutz. Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der Anmeldung erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters (abrufbar unter zukunftstheater.de/privacy-de.html).
Widerrufsrecht. Handelt es sich bei den Teilnehmenden um Verbraucher im Sinne des § 13 BGB und wird der Vertrag online oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen, besteht grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Bei Veranstaltungen mit einem festgelegten Termin erlischt das Widerrufsrecht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB, sofern der Anbieter in der Anmeldebestätigung ausdrücklich darauf hingewiesen hat. Die vollständige Widerrufsbelehrung gemäß Art. 246a EGBGB wird dem Teilnehmenden mit der Anmeldebestätigung mitgeteilt.
Stornierung durch Teilnehmende. Bei Stornierung der Teilnahme durch Teilnehmende gelten folgende Stornogebühren:
- Bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 20 % des vereinbarten Preises.
- 7 bis 13 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 50 % des vereinbarten Preises.
- Unter 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 100 % des vereinbarten Preises.
Die Übertragung des Teilnahmeplatzes auf eine andere Person ist bis 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ohne zusätzliche Kosten möglich; der Anbieter ist rechtzeitig zu informieren.
Absage durch den Anbieter. Der Anbieter ist berechtigt, eine Veranstaltung abzusagen, wenn eine Mindestanzahl an Anmeldungen nicht erreicht wird (soweit im Angebot angegeben), bei Erkrankung des eingesetzten Personals oder bei höherer Gewalt. Im Falle einer Absage werden bereits geleistete Zahlungen vollständig erstattet. Weitergehende Schadensersatzansprüche der Teilnehmenden sind ausgeschlossen, sofern der Anbieter die Absage nicht zu vertreten hat.
Haftung gegenüber Teilnehmenden. Es gelten die Haftungsregelungen gemäß § 7 dieser AGB.
12. Besondere Bedingungen für private Auftraggeber
Dieser Paragraph gilt ergänzend, wenn der Auftraggeber eine Privatperson (Verbraucher im Sinne des § 13 BGB) ist — etwa bei Performances oder anderen Leistungen im Rahmen privater Veranstaltungen wie Geburtstagen, Hochzeiten oder ähnlichen Anlässen.
Widerrufsrecht. Bei Verträgen, die online oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, steht dem Auftraggeber ein Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Bei Leistungen, die zu einem festgelegten Termin erbracht werden, erlischt das Widerrufsrecht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB, sofern der Anbieter in der Auftragsbestätigung ausdrücklich darauf hingewiesen hat. Die vollständige Widerrufsbelehrung gemäß Art. 246a EGBGB wird dem Auftraggeber mit der Auftragsbestätigung mitgeteilt.
Stornierung. Die Stornogebühren gemäß § 5 gelten entsprechend. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist; der Anbieter kann seinerseits nachweisen, dass ein höherer Schaden entstanden ist.
Haftung. Es gelten die Regelungen des § 7.
Bild- und Tonaufnahmen. Aufnahmen der Leistungserbringung durch den Anbieter oder eingesetzte Mitarbeiter*innen für eigene Dokumentations- und Marketingzwecke erfolgen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Auftraggebers in Textform. Soweit der Anbieter Aufnahmen von Gästen der privaten Veranstaltung erstellt oder verwendet, erfolgt dies nur mit deren Einwilligung; der Auftraggeber ist dafür verantwortlich, dass Gäste über entsprechende Aufnahmeabsichten des Anbieters informiert werden.
13. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist — der Sitz des Anbieters in Eberswalde (§ 38 ZPO).
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Individuelle Vertragsabreden haben gemäß § 305b BGB Vorrang vor diesen AGB.